Odenwald Odyssee – Gravel Fondo Ride Heidelberg

Das VOTEC Gravel Fondo sorgte im Oktober letzten Jahres für einiges an Aufsehen in der noch überschaubaren Gravel-Community. Mit großer Kulisse, knackigen Strava-Segmenten und entspannter Festivalatmosphäre konnte das zweitägige Event im Schwarzwald sich eines äußerst positiven Feedbacks erfreuen. Folgerichtig geht es diesen September in die zweite Runde, zudem haben die Macher unser schönes Heidelberg zum Schotter-Sprössling auserkoren und mit dem Gravel Fondo Ride den Einstieg in die Saison 2017 bereitet. So durften wir an einem Samstag Anfang Mai den Stuttgarter Direktversender und Komponentenhersteller SRAM zum Gravel Fondo Ride im fahrstil Klubhaus in Heidelberg begrüßen.

Text: Tobias Hemmer
Fotos: Falk Wenzel

 

Um 10.00 Uhr Ortszeit herrscht reger Betrieb in der Emil-Maier-Straße in Heidelberg. Rund 50 Radbegeisterte finden sich im fahrstil Klubhaus ein. Hier und da wird sich noch ein Espresso genehmigt, kleinere Einstellungen am Rad vorgenommen und Sonnencreme aufgetragen. Ein Blick zum blauen Himmel bestätigt: Das Wetter ist perfekt – rund 23°C, Sonnenschein, kurz/kurz ist angesagt.
Ein halbe Stunde später geht es los. Die recht beschauliche Truppe setzt sich über die Ernst-Walz-Brücke, entlang des Neckarufers zum Philosophenweg in Bewegung. Dieser ist in den ersten Metern besonders steil und die angekündigten 1.800 Höhenmeter der knapp 80km langen Tour werden erstmals spürbar. Oben entschädigt der Panoramablick auf Schloss und Heidelberger Altstadt für die Strapazen – Tourismusfaktor 10/10.
Die Aussicht weicht feinsten Gravelstrecken auf Wald- und Feldwegen, kleineren Trails und kurzen Asphaltsabschnitten im Heidelberger Umland. Der Odenwald zeigt sich von seinen steilsten, aber auch schönsten Seiten. Am Wendepunkt im 35km entfernten Eiterbach geht es an Altneudorf und Schönau vorbei in Richtung Neckarsteinach. In Neckargemünd wird den ortskundigen Teilnehmern bewusst: Der Königsstuhl rückt näher. Aber auch dieser letzte Anstieg wird erfolgreich gemeistert. Die belegten Brötchen und der Kaffee im Klubhaus schmecken nach der Anstrengung des Rides besonders gut, während sich die ebenfalls ordentlich strapazierten Bikes über die fachkundigen SRAM-Hände freuen. Eine runde Sache!