Tobias Salsa Colossal

Irgendwo habe ich mal gelesen: Wer ein Rennrad aus Stahl kauft, gibt damit ein Statement ab. Komfort und Individualität vs. Watt und Wettkampf? Nicht, dass ich etwas gegen technischen Fortschritt hätte, aber Altbewährtes hat eben seinen Charme. So soll es auch durchaus noch Leute geben die ein gedrucktes, 200-Seiten dickes Stück Radkultur in Magazinformat lesen, auch wenn uns die Evolution E-Books und Blogs bereitgestellt hat. Jeder hat eben seine Gründe – Haltbarkeit und Stabilität sind die meinen. Ok, ok, schaut das Teil an: eine gute Portion Hipster mit einer gehörigen Zugabe von California-Bay-Area will ich überhaupt nicht leugnen. Das Rahmenset angekommen, die Laufräder in Arbeit gegeben, die Komponenten bestellt und das Ding im fahrstil Klubhaus aufgebaut. Winziger Wermutstropfen: Die hydraulischen Scheibenbremsen waren gerade nicht im Budget… Naja, aufrüsten geht immer. Dafür hat es mit den eloxierten XMR Naben und passendem Steuersatz von White Industries (gibt es den schon zu kaufen?) geklappt.

Ich könnte jetzt auch noch ein wenig länger auf die Leichter-Schneller-Steifer vs. mein-Rad-ist-mein-Freund-und-Gefährte-mit-Stil-und-Charakter Geschichte eingehen, aber langsam wird’s auch langweilig.. Jedem das Seine und HOT SALSA für mich. Endlich zu den Bildern.

 

Text: Tobi Hemmer
Fotos: Falk Wenzel

 

 

 

 

 

 

Ausstattung:

Rahmen: Colossal 4130 CroMoly
Gabel: Salsa Colossal Carbon, 15x100mm
Steuersatz: White Industries
Gruppe: SRAM Rival 22, 2×11
Kurbel: SRAM Rival 50/34
Kassette: 11-28T
Bremse: Avid BB5 Road
Felgen: H Plus Son’s „The Hydra“ Disc 700c
Naben: White Industries XMR
Reifen: Compass Chinook Pass 700c x 28
Vorbau: Ritchey WCS C220
Sattelstütze: Ritchey WCS 1-bolt
Lenker: Ritchey WCS Evo Curve
Sattel: Ritchey WCS Streem
Lenkerband: Lizard Skins, purple
Flaschenhalter: Salsa Nickless Cage