Kürbis Kross

Bei unseren Nachbarn in Belgien ist er Volkssport. Und auch in den USA lange etabliert, egal ob auf Profi-Niveau oder bei Grassroots-Mittwoch-Abend-Rennen. Die Rede ist natürlich vom Cyclocross, der Disziplin, die auch hierzulande immer beliebter wird und Radsportlern die Herbst- und Wintermonate füllt. Auch bei fahrstil frönt man dem taktisch-technischen und Kraft/Ausdauer-intensiven Querfeldeinfahren. So stand früh für uns fest, diesem ein Event im fahrstil Klubhaus zu widmen. In den Kalender geschaut – kurz vor Halloween – und fertig war die Idee zum ersten Kürbis Kross. 

Text: Micha Ziegler, Fotos: Stephan Geiß / VOTEC

Teil 1 – Mannheim
In der Nacht zuvor hatte der Himmel noch sämtliche Schleusen geöffnet, auch am Morgen machte es noch ordentlich runter. Pünktlich zur Abfahrt um 11 Uhr stellte sich der Regen ein, die Windemaschine blieb allerdings an und so hatte die hartgesottene Truppe auf den gut 20 Kilometern von Heidelberg nach Mannheim schwer mit Gegenwind zu kämpfen. Ziel war die Radrennbahn des RRC Endspurt Mannheim, das traditionsreiche Radstadion, welches nach den Vereinslegenden Rudi & Willi Altig benannt ist. Wenn die Bahnsaison sich dem Ende zuneigt, legt der Verein eine abwechslungsreiche und anspruchsvolle Cross-Strecke um das Oval, auf der am 20. Januar auch ein Rennen (Lizenz-, Jugend- und Hobbyklassen) stattfindet. Infos zum Rennen folgen in Kürze.

Per zeigt wie es geht.
Das Rudi & Willi Altig Radstadion in Mannheim.

Nach der Anfahrt begrüßte uns der RRC-Macher Ralf Fackel auf der Bahn und bot wärmenden Kaffee an. Nach einer Schnupperrunde übernahm dann unser Freund Per Tonn. Der wieder in Heidelberg lebende Deutsch-Däne verfügt über reichlich CX-Erfahrung aus seiner Zeit an der US-Ostküste. Per gab dem kaum dreckigen Dutzend (ein paar mehr waren es) eine schöne Einführung in den Cross-Sport und erklärte die wichtigsten Techniken, wie das Auf- und Absteigen, das Tragen des Rades, den Start oder die richtige Kurventechnik. 

Nach dem gemeinsamen Durchfahren der Sandgrube ging es dann auf die Strecke. Nach fünf Runden Vollgas hatten wohl alle einen guten Eindruck, was die Faszination Cyclocross ausmacht. Die Pumpe ging ganz schön, neben ständigem Reintreten sind nämlich auch Konzentration und Koordination gefragt. Wie Per so schön sagte: "Cyclocross fährt man in erster Linie gegen sich selbst."

Danke Per!
Danke Votec und Schwalbe für den tollen Material-Support!
Ein ganz besonderer Dank geht an den RRC Endspurt Mannheim, der uns dieses tolle Event ermöglicht hat! 

Das kaum dreckige Dutzend, ein gutes Dutzend.

Wir hatten auch ein GoPro mitlaufen – danke für die Leihgabe, Thomas! (Danke auch an Ebi und Peter!) Das Ergebnis seht ihr hier.

Teil 2 – Heidelberg
Kürbis Kross sollte sich aber nicht auf das schweißtreibende Im-Kreis-Fahren beschränken. Nach dem Rück-Transfer – dieses mal auch mit Wind von hinten – ging es zum gemütlichen Teil des Tages über. Im fahrstil Klubhaus wurden nicht nur Kaffee und Kuchen kredenzt, sondern auch leckere Kürbissuppe. Dem kulinarischen Highlight folgte dann noch ein musikalisches. Das Duo von NEOMORE, bestehend aus Sänger und Gitarrist Neofytos Stefanou und Drummer Daniel Gallimore, verwöhnte das gut gefüllte Klubhaus mit entspannter Live-Musik. Ein Highlight, das nach Wiederholung schreit! 

Auch hier ein ganz großes Dankschön an NEOMORE und all die fleißigen Helfer*innen!